Grünlandwirtschaft

In Abgrenzung zu Ackerland steht die Grünlandwirtschaft

Hierbei wird zwischen „extensiv“ und „intensiv“ genutztem bzw. bewirtschaftetem Grünland unterschieden. Das „intensive“ Grünland umfasst eine Fläche von 620 Hektar und wird hauptsächlich zur Gewinnung von qualitativ hochwertiger Anwelksilage für die Futterversorgung unseres Milchviehbestandes genutzt. Auf den überwiegend anmoorigen Standorten, die charakteristisch einen feuchten und sauren Humusboden durch hochstehendes Grundwasser haben, sind bis zu 4 Schnitte bzw. Aufwüchse möglich.

Mutterkuhhaltung1Der überwiegende Teil der gesamten Grünlandflächen (1415 Hektar) wird „extensiv“ genutzt. Dieses Grünland, welches sich auf insgesamt 795 Hektar erstreckt, wird als Weidefläche für die Mutterkuhhaltung genutzt. Aber auch Anwelksilage und Heu werden auf diesen Flächen von bis zu 2 möglichen Aufwüchsen produziert.

Der grundlegende Unterschied zwischen intensivem und extensivem Grünland besteht darin, dass bei der Bewirtschaftung von extensivem Grünland auf synthetisch-mineralische Düngemittel, wie KAS (Kalkammonsalpeter), ein Stickstoffdünger, verzichtet wird.
Auch die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln, die sowieso äußerst selten in der Grünlandwirtschaft eingesetzt werden, sind auf den extensiven Grünlandflächen nicht erlaubt.

Zusätzlich gibt es für einen Großteil unserer extensiven Grünlandflächen weitere Bewirtschaftungsauflagen, wie z.B. eine späte Schnittnutzung und eine zeitliche Begrenzung der Pflegemaßnahmen, die sich aus den Regelungen zum Naturschutzgebiet „Oberes Rhinluch“ ergeben.
Hierdurch tragen wir zu einem erheblichen Teil zum Schutz der Artenvielfalt von Flora und Fauna, des Wassers, des Bodens und des Klimas bei.

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